Die Strategie
Die Nachhaltigkeitsstrategie "Everyday for Future" von Südtirol
Im Mai 2019, nach der Klausur der Landesregierung im März 2019, wurde der "NachhaltigkeitsPakt für unser Land" ins Leben gerufen.
Das Ziel war nach der Vision von nun an alle Bemühungen rund um die Nachhaltigkeit zu identifizieren und klar auszurichten. Ein internationales Rahmenwerk soll diese Bemühungen sichtbar machen und ein ganzheitlich strategisches Vorgehen, zusätzlich zu den schon länger laufenden einzelnen Bemühungen der verschiedenen Ressorts, entwickelt werden.
Wen betrifft dieser "Pakt"?
Die Landesregierung Südtirols möchte mit ihren Vorschlägen und Anregungen ein Abkommen mit der Südtiroler Bevölkerung eingehen. Einen gemeinsamen Weg einschlagen. Seit jeher bestehen in Südtirol wichtige und bedeutende Netzwerke aus Wirtschaft, Sozialem, Umwelt und Kultur. Diese Netzwerke, aber auch BürgerInnen und Bürger die dort nicht vertreten sind, sollen die Möglichkeit bekommen, mit ihren Meinungen und Vorschlägen für eine nachhaltige Entwicklung Südtirols beizutragen. Denn nur gemeinsam kann die größte Herausforderung der Menschheit begegnet werden.
Von den ersten Vorarbeiten bis zur offiziellen Vorstellung des Strategiepapiers:
- Im Sommer 2019 die erstem Vorbereitungen und im Herbst 2019 diskutierte die Landesregierung einen ersten Entwurf einer möglichen gemeinsamen Nachhaltigkeitsstrategie und gab den Startschuss zum Monitoring einer nachhaltigen Entwicklung.
- Dieses wurde in seiner ersten Version im Juni 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt und wird seitdem vom Landesstatistikinstitut ASTAT kontinuierlich durchgeführt.
- Der Frühjahr 2020 war von der Covid-19 Pandemie bestimmt.
- So konnten erst im Sommer 2020 die weiteren Schritte eingeleitet werden. Die interne Governance in der Landesverwaltung wurde aufgestellt und Ansprechpartner in allen Ressorts definiert. Die Bausteine Partizipation, Sustainable Finance und die Einbindung der Forschungsakteure in die Wege geleitet.
- Die Auseinandersetzung innerhalb der Ressorts mit ihren Tätigkeiten für eine nachhaltige Entwicklung sollte im Herbst 2020 intensiv starten. Doch auch hier hat Covid-19 diesen Prozess stark behindert und erst im Frühjahr 2021 war es wieder möglich kontinuierlich daran zu arbeiten.
- Das Ziel war es dennoch vor Sommer 2021 das Strategiepapier fertig zu haben um im Herbst 2021 in die ersten Partizipationsprozesse zu gehen. Am 20. Juli 2021 war es dann soweit als die Landesregierung das Strategiepapier als offiziellen Beschluss genehmigte.
- Am 23. Juli 2021 wurde das Strategiepapier von der gesamten Landesregierung im Rahmen einer Presskonferenz und im Livestream gemeinsam der Öffentlichkeit vorgestellt.
Südtirol verpflichtet sich, die globalen Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.
Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals - kurz SDG genannt) im Jahr 2015 bekräftigte die Weltgemeinschaft ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung.
Alle Ziele sind global von großer Bedeutung für eine nachhaltige Welt. Die Ziele müssen aber von den ärmsten Ländern bis zu den reichsten das volle Spektrum weltweit umfassen. Deshalb haben für eine kleine Region wie Südtirol nicht alle Ziele dieselbe Bedeutung. Es gilt, Prioritäten zu setzen, auch um zu vermeiden, dass zu viel verlangt wird und wir uns dann in einer Unmenge einzelner Aktivitäten verlieren. Dies bedeutet nicht, auf die Umsetzung des einen oder anderen Ziels zu verzichten, und ebenso wenig, dass die Prioritäten nicht auch anders gesetzt werden können.
Alle Informationen zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung finden Sie auf der Website der Vereinten Nationen
Die SDG sind die Richtschnur für das private, gesellschaftliche und politische Handeln im Zeitraum 2015-2030 und darüber hinaus.
Laden Sie hier die vollständige Version der Agenda 2030 herunter.
Sonderbeauftragter für Nachhaltigkeit
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Bozen
BZ