Seilbahn Jenesien: Finanzierung gesichert, Projekt erhält Pnrr-Mittel

19.08.2025, 14:08

Deckung der Projektkosten von 39,7 Millionen Euro gesichert - Landesregierung genehmigt aktualisierte technische Eigenschaften

Die Landesregierung hat grünes Licht für die Finanzierung der neuen Seilbahn Jenesien erteilt. Im Bild Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (links) und Jenesiens Bürgermeister Paul Romen bei einem Lokalaugenschein an der Bergstation der Seilbahn im Winter 2025. (Foto: LPA/Ressort für Mobilität und Infrastrukturen)
Die Landesregierung hat grünes Licht für die Finanzierung der neuen Seilbahn Jenesien erteilt. Im Bild Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (links) und Jenesiens Bürgermeister Paul Romen bei einem Lokalaugenschein an der Bergstation der Seilbahn im Winter 2025. (Foto: LPA/Ressort für Mobilität und Infrastrukturen)

BOZEN/JENESIEN (LPA). Die Neuerrichtung der Seilbahn Bozen-Jenesien ist im „Landesplan für nachhaltige Mobilität“ (LPNM 2035) enthalten. Mit der Planung und Realisierung des Vorhabens ist die Inhouse-Gesellschaft STA-Südtiroler Transportstrukturen AG beauftragt. Nunmehr ist das Vorhaben einen bedeutenden Schritt weiter: Am 19. August hat die Landesregierung auf Vorschlag von Mobilitäts- und Infrastrukturenlandesrat Daniel Alfreider die aktualisierten technischen Eigenschaften des Bauvorhabens genehmigt. Zudem wurde grünes Licht für die Finanzierung erteilt. 

Demnach sind für das Projekt Gesamtkosten von rund 39,7 Millionen Euro (wobei 31,5 Millionen Euro für Arbeiten und 8,2 Millionen Euro zur Verfügung der Verwaltung vorgesehen sind) veranschlagt. Davon werden für Haushaltsjahr 2026 vom Ministerium für Infrastrukturen und Transporte aus dem „Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzfonds“ (PNRR) 37,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und für den Neubau der Seilbahn Jenesien zweckgebunden. Auch die finanzielle Deckung des Restbetrags von rund 2,2 Millionen Euro ist durch Mittel aus dem EFRE-Fonds sowie durch Landesmittel gesichert.

„Das Seilbahnprojekt Jenesien soll eine nachhaltige, schnelle und bequeme Mobilitätslösung für Einheimische und Gäste darstellen. Auch die verbesserte Anbindung an Fuß- und Radwege sowie die Einrichtung eines intermodalen Knotens an der Talstation sind wichtige Ziele, um die Anlage für Nutzerinnen und Nutzer attraktiv zu machen“, unterstreicht Landesrat Alfreider.

Laut STA-Bericht umfasst das aktualisierte Projekt eine Zweiseilpendelbahn von Bozen (aktuelle Talstation) nach Jenesien (Bergstation), mit zwei Kabinen zu rund 45 Personen. Die ursprünglich geplante Mittelstation ist nicht mehr vorgesehen. Die Trasse im oberen Bereich wird leicht verschoben, um die Zugänglichkeit zu verbessern. Zudem wird das Gebäude der Talstation der Seilbahn um circa vier Meter in Richtung Straße verschoben. Die maximale Förderleistung liegt bei rund 350 Personen in der Stunde. Die Trasse verläuft in den Gemeinden Bozen und Jenesien, wobei drei Seilbahnstützen vorgesehen sind.

An der Tal- und Bergstation sind überdachte Fahrradabstellplätze sowie abgeschlossene Stellplätze für Fahrräder und E-Bikes, die nur mit SüdtirolPass zugänglich sind, geplant. Auch eine gute Anbindung für Fußgänger, Rad- und Busfahrende sowie eine Verbindung zum neuen, 60 Stellplätze umfassenden Parkplatz an der Talstation ist vorgesehen.

mpi

Nachhaltigkeit