Biomasse Fernheizwerke
Nachhaltige Wärme aus erneuerbarer Energie - Biomasse-Fernheizwerke tragen maßgebend zum Klimaschutz in Südtirol bei, fördern die regionalen Kreisläufe, sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und schaffen Arbeitsplätze Vorort. Es werden jährlich nahezu 350.000 t an CO2 Emissionen eingespart.
Beschreibung
Warum?
Ein erheblicher Anteil der lokalen CO2 – Emissionen in Südtirol ist auf die Heizung von Gebäuden und auf die Warmwasserbereitung zurückzuführen. Verantwortlich dafür sind die mit fossilen Brennstoffen wie Heizöl, Flüssiggas oder Erdgas betriebenen individuellen Heizkessel. Seit den frühen 90iger Jahren sind in Südtirol mit finanzieller Unterstützung des Landes Südtirol 76 Biomasse-Fernheizwerke errichtet worden, mit denen eine Vielzahl von Öl- und Gasheizungen ersetzt worden sind. Damit wird die Verwendung von fossilen Brennstoffen erheblich reduziert. Durch die zentrale Energieproduktion mit optimaler Verbrennung der Biomasse tragen diese zudem zu einer Reduzierung der lokalen Emissionen an Schadstoffen, besonders in den Wintermonaten mit Inversionswetterlage bei. Die Luftwerte werden entsprechend verbessert. Die eingesetzte Biomasse stammt vorwiegend aus einheimischen Wäldern sowie aus den lokalen Sägewerken und weist deshalb sehr kurze Transportwege auf.
Was?
Lokale, klimafreundliche, erneuerbare Energieversorgung für über 17.000 Gebäude. Da Holzverbrennung Feinstaub erzeugt, sind die Fernheizwerke Südtirols deshalb mit modernsten Filteranlagen ausgestattet.
Wie?
- Bis 2030 ein kontinuierlicher Ausbau der Anschlüsse und somit jährliche Erhöhung der CO2-Reduktion.
- Jährliche Datenerhebungen ermöglichen die Aktualisierung der Energieproduktion, der CO2-Reduktion, des eingesparten Heizöl-Äquivalentes und der Neuanschlüsse.
Vorteile
Jede/r SüdtirolerIn, der/die im Einzugsgebiet eines Fernheizwerkes lebt oder wirtschaftlich tätig ist, profitiert von den Vorteilen. Für die Kunden entfallen die Ausgaben für die Investition einer neuen Heizanlage sowie auch die Wartungs- und Reparaturkosten. Die Wärme wird aufgrund des effektiven Verbrauchs abgerechnet; auch in diesem Falle entfallen die Stillstandsverluste einer Einzelanlage. Im Gebäude selbst nimmt der Wärmetauscher viel weniger Platz als eine Heizanlage in Anspruch. Auch besteht keine Brand und Explosionsgefahr mehr.