SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Dritter Sektor und Ehrenamt

In der Feuerwehr, der Bergrettung, dem Sportverein, der Kulturorganisation, der Jugendgruppe, der Telefonseelsorge, der Flüchtlingshilfe oder der Selbsthilfegruppe – die Arbeit der geschätzt ca. 90.000 ehrenamtlich oder freiwillig engagierten Menschen findet man in nahezu allen Bereichen des sozialen Lebens in Südtirol.

Ehrenamtliche
Ehrenamtliche

Beschreibung

Warum?

Allein in den Landesverzeichnissen der ehrenamtlichen Organisationen und der Vereine zur Förderung des Gemeinwesens sind mit Stand 1.2.2021 2.380 Organisationen eingetragen, davon 273 im Bereich Gesundheit und Soziales, 1.349 im Bereich Kultur, Erziehung und Bildung, 441 im Bereich Sport und Freizeit und 461 im Bereich Zivil-, Umwelt- und Landschaftsschutz(manche Organisationen sind in mehr als einem Bereich tätig).

Was?

Gegenwärtig ist die Südtiroler Vereinswelt von grundlegenden Änderungen und Neuerungen betroffen: die Reform des Dritten Sektors, die seit 2017 auf gesamtstaatlicher Ebene umgesetzt wird, birgt für unsere Organisationen einerseits Entwicklungspotential und Chancen – wie etwa Erleichterungen steuerlicher Natur oder einen besseren Zugang zu staatlichen Finanzierungen, stellt sie andererseits aber auch vor neue Herausforderungen. Um den Anforderungen der Reform gerecht zu werden und um die Vorteile effektiv nutzen zu können, steht für eine Vielzahl von Vereinen und Verbänden derzeit der Übergang in das neue staatliche Einheitsverzeichnis des Dritten Sektors an.

Wie?

  • Nutzung der vom Kodex des Dritten Sektors vorgesehenen steuerrechtlichen Vorteile für die Organisationen des Dritten Sektors (Forfaitierungen, Social Bonus etc.)
  • Erhöhte Öffentlichkeit und Transparenz im Bereich des Dritten Sektors durch das Inkrafttreten des neuen Verzeichnisses
  • Erhöhte Professionalisierung der Vereine und Verbände durch effektive Bildungs- und Beratungstätigkeit im rechtlichen Bereich für alle Organisationen des Dritten Sektors
  • Unterstützung der Organisationen in steuerrechtlichen Belangen
  • Vermehrte Inanspruchnahme der staatlichen Mittel gemäß Art. 72 des GvD 117/2017 durch die Ehrenamtlichen Organisationen und die Vereine zur Förderung des Gemeinwesens
  • Weiterentwicklung und Ausbau des Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt (DZE) als Kompetenzzentrum für den Dritten Sektor in Südtirol

Vorteile

Die direkte Zielgruppe sind die Vorsitzenden, die Ausschussmitglieder und die MitarbeiterInnen der Organisationen des Dritten Sektors. Indirekt ist jedoch durch die weite Verbreitung des Dritten Sektors in allen gesellschaftlichen Bereichen die gesamte Südtiroler Bevölkerung betroffen. Der Erfolg ist mittels folgender Indikatoren messbar:

  • Anzahl der Organisationen, die sich in das staatliche Einheitsverzeichnis des Dritten Sektors eintragen lassen
  • Entwicklung der Inanspruchnahme von staatlichen Finanzierungen durch die Vereine und Verbände
  • Erhöhte Kapazität des zuständigen Landesamtes für die Unterstützung der Organisationen
  • Erhöhte Kapazität des DZE für die Unterstützung der Organisationen