Wird die Zugstrecke im Vinschgau ausgebaut oder gar elektrifiziert?
Wir wollen das ländliche Gebiet zum Arbeiten und zum Wohnen als Lebensraum erhalten. Fundamental dafür ist neben einem sicheren Straßennetz auch ein funktionierender öffentlicher Personenverkehr mit der Bahn als Rückgrat. Am meisten öffentliche Gelder werden im Mobilitätsbereich in Südtirol derzeit in die Schiene investiert und das mit gutem Grund. Die Nutzerzahlen auf der Linie der Vinschgerbahn unterstreichen diese Investition: rund zwei Millionen Fahrgäste jährlich. Im Mai 2022 wurde dem Land Südtirol gerade für die Vinschgerbahn und deren Elektrifizierung der Mobilitätspreis „Grand Prix des Régions“ seitens der renommierten französischen Zeitschrift “Ville, Rail & Transports“ verliehen. Die Elektrifizierung der Bahn ist ins Stocken geraten, da die Baufirma, welche Arbeiten am Josefstunnel verrichtet, in finanzielle Schieflage geraten ist. Nach Abschluss aller entsprechenden gerichtlichen Entscheidungen werden die Bauarbeiten fortgesetzt; voraussichtlich werden die Arbeiten innerhalb 2024 abgeschlossen sein. Das bedeutet dann neue Garnituren die doppelte Kapazität, Halbstundentakt und der Umstieg in Meran wird nicht mehr erforderlich sein. Parallel dazu arbeiten wir auch intensiv an der Vision der Fortführung der Eisenbahnverbindung im Rätischen Dreieck. Als nächster Schritt finden hierzu geologische Untersuchungen statt, die konkretere Aufschlüsse über mögliche Trassen erlauben.
- Data: 26/08/2022